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Eselsweisheiten umgesetzt

Eselsweisheiten umgesetzt

Nach dem Buch
"Eselsweisheit, Der Schlüssel zum Durchblick oder wie Sie Ihre Brille loswerden" von Mirsakarim Norberkov.
Hier beschreibe ich, wie ich mittels der Übungen und inneren Haltung meine Sehschärfe bis Ende September wieder herstelle.

Eine nicht gestellte Aufgabe

Selbstversuch Posted on 23 Oct, 2017 11:46:46

Norbekov
hatte in seinem Buch geschrieben, dass eine nicht gestellte Aufgabe die Heilung verhindern kann. Als ich diese
Aussage vor einigen Monaten las, verstand ich sie nicht. Aber in der Zwischenzeit
weiss ich, was er damit sagen wollte.

Letzte
Woche war ich im Rahmen meiner Coaching-Weiterbildung in einem Retreat in
Italien. Trotz aller guten Vorsätze, auch während dieser Woche meine Gelenk-
und Augen-Übungen regelmässig zu machen, schlug mein innerer Schweinehund mal
wieder mit voller Kraft zu. Die Tage flogen nur so dahin, die Augenübungen habe
ich vielleicht zwei Mal, die Gelenkübungen überhaupt nie gemacht. Mit der
Tabelle überprüft, ob ich Fortschritte mache, habe ich ebenfalls nicht. Kurz
gesagt: ich habe mich kaum mit meinem Augenprojekt auseinander gesetzt.

Dafür
aber verbrachte ich die ganze Woche mit meiner “neuesten” Brille –
derjenigen mit -3 und -4 Dioptrien. Das war zwischendurch ziemlich anstrengend,
und am Abend waren meine Augen jeweils todmüde. Da ich meinem Augenprojekt
jedoch keine bewusste Aufmerksamkeit schenkte, kann ich nicht sagen, ob sich
meine Augen verbessert haben oder nicht.

Nun
sitze ich hier und nehme wieder Anlauf. Heute Morgen habe ich die Gelenkübungen
mal wieder gemacht und merkte sofort, dass ich ziemlich ausser Übung war: Bei den
Brustwirbel-Dehnübungen kam ich richtig ins Schwitzen und mir wurde schwindlig,
so dass ich mich einen Moment hinsetzten musste. Jetzt aber bin ich froh, das
sich mich heute dazu durchgerungen habe.

Denn
nur mit Aufmerksamkeit und Bewusstsein geht es weiter vorwärts….



Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Selbstversuch Posted on 13 Oct, 2017 18:16:44

Dass
die Energie der Aufmerksamkeit folgt, das wissen die meisten von uns. Nach üblichem
Verständnis würde das bedeuten, dass ich meine Aufmerksamkeit auf das richten
muss, was ich erreichen möchte… also auf das Sehen. Aber genau das ist falsch.
Denn wenn ich mich darauf konzentriere, scharf zu sehen, verkrampfe ich mich.
Mit dieser Verkrampfung erreiche ich genau das Gegenteil von dem, was ich
eigentlich möchte. Statt scharf zu sehen wird alles noch verschwommener als
normal.

Was
bedeutet das nun im Zusammenhang mit dem Satz “die Energie folgt der
Aufmerksamkeit”? Worauf soll ich meine Aufmerksamkeit denn richten?
Nach viel Üben mit Krisen, Zweifeln, Fast-Aufgeben und weiteren Emotionen habe
ich in der Zwischenzeit eine neue Erkenntnis erlangt: Es geht tatsächlich um
das Fokussieren – jedoch nicht mit den Augen, sondern mit dem Geist.

Auf
gut deutsch heisst das, wenn ich etwas lesen will, muss ich die GANZE AUFMERKSAMKEIT
MEINES GEISTES darauf richten und die Augen dabei weiter entspannt in die
Gegend blicken lassen. So funktioniert es.

Hingegen
wenn ich meine Augen ganz auf ein Ziel richte und dabei meinen Geist weiter
durch die Gegend wandern lasse, funktioniert es nicht.

Im
Grunde genommen ist das also ganz einfach:
Meine
ganze Aufmerksamkeit auf z.B. ein Türschild richten und dabei an nichts anderes
denken. So lange, bis ich das Türschild scharf sehe. Ganz einfach…. ganz
ein…. ganz….. g….. überhaupt nicht einfach.!!!

Mein
Geist wandert umher wie ein Abenteurer, ein Obdachloser, ein Getriebener. Seit
Jahren hat er Probleme, lang an einem Ort zu bleiben, still zu sein. Das ist viel
zu langweilig. Er wandert umher, späht um jede Ecke, sucht verborgene Orte,
neue Plätze und unbekannte Wege. Am liebsten ist er gleichzeitig an mehreren
verschiedenen Orten.

Mein
grösster Feind in diesem Projekt ist als mein GEIST. Denn wenn ich meinen Geist
nicht fokussieren kann, wie sollen es meine Augen dann können?



Was tun wenn…

Selbstversuch Posted on 27 Sep, 2017 16:54:53


die eigene Überzeugung gerade eine Krise hat? Weiterhin so tun, also ob… sich
mit der Krise auseinandersetzen, einfach dran bleiben, oder was? Wie geht man
am besten damit um? Aufgeben gilt nicht.
Das ist klar!

Aber
theoretisch gesehen müsste ich meine Sehschärfe bereits wieder hergestellt
haben. Gemäss Buch sollten nämlich 0.5 Dioptrien pro Woche möglich sein. Bei -9
Dioptrien würde dies also 18 Wochen bedeuten. Nun haben wir Ende September
(d.h. ich bin seit 16 Wochen an diesem Projekt) und das bisherige Resultat ist unbefriedigend!
Aber wenn ich ganz ehrlich bin,, muss ich zugeben, dass meine innere Haltung
bei weitem nicht so gut war, dass man das optimale Resultat hätte erwarten
können in dieser Zeit.

Norbekov
hat in seinem Buch darauf hingewiesen, dass es bessere und schlechtere Phasen
geben würde. Diesen Schwankungen bin ich zur Zeit gnadenlos ausgeliefert: Mit
meiner bisherigen Standardbrille geht gar nichts mehr, da sie einfach zu stark
geworden ist. Mit meiner ersten
Korrekturbrille habe ich mittlerweile Probleme, denn zeitweise sehe ich damit
immer noch nicht scharf, und dann habe ich zeitweise wieder das Gefühl, diese
Brille sei bereits zu stark. Und mit der neuen Korrekturbrille sehe ich
definitiv noch zu wenig (d.h. zum Billard spielen ist sie zwar wunderbar, aber zum
Autofahren geht sie noch nicht). Und wenn ich zu Fuss unterwegs bin, trage ich
meist eh nur eine Brille auf dem Kopf (aber nicht auf den Augen).

Also
richte ich mich nun darauf ein, dass es einfach so lange dauert, wie es dauern
wird.



Das heilende Bewusstsein

Selbstversuch Posted on 11 Sep, 2017 11:40:41

Vor
etwa zehn Tagen hatte ich im Rahmen meiner Weiterbildung zum dipl.
psychosomatischen Gesundheitscoach zwei Ausbildungstage zum Thema
“Heilendes Bewusstsein”. Mit diesem Thema setze ich mich ja bereits seit
längerem auseinander, nicht zuletzt wegen meinem Projekt Eselsweisheiten.

Wie
ich schon mehrmals erwähnt habe, geht es beim Gesund-Werden um die innere
Haltung. Das ist korrekt. Aber ich habe in der Zwischenzeit erkannt, dass es
dabei noch etwas zu beachten gibt: “Gesund wird man nicht über den
Verstand”, sondern über das Bewusstsein”. Vielleicht denkst du gerade:
Hä? Was ist denn da der Unterschied?!!! Der
Unterschied ist gewaltig, das kann ich dir sagen.

Wenn
ich über den Verstand gesund werden will, muss ich positiv denken und fühlen. Denn
so – hat man mir erklärt – wird meine Gesundheit zurück kehren. Theoretisch ist
das richtig. Diese Herangehensweise birgt jedoch einige Fallen. Erstens muss ich
extrem darauf achten, WAS genau ich denke. Denn wenn ich denke, dass ich “meine Schmerzen loswerden will”
so habe ich meine Gedanken auf den Schmerz gerichtet. Nach dem Resonanzgesetz
werde ich dann genau das erhalten: Schmerzen. Also muss ich aufpassen, dass ich
meine Gedanken positiv formuliere, z.B. “ich bin fit und beweglich”. Aber
auch hier gibt es noch ein kleines Problem.
Ich gehe davon aus, dass ich mein Ziel noch nicht erreicht habe, dass
ich etwas dafür tun muss, um gesund zu WERDEN. Ich denke aus einem Mangel
heraus. Denn ich bin ja noch nicht so gesund, wie ich gerne wäre. Also muss ich
daran arbeiten. Und genau diese Gedanken verzögern eine Genesung.

Mit
dem Verstand bin ich immer entweder in der Vergangenheit oder der Zukunft. Ich
muss immer irgendetwas tun. Wenn ich es schaffe, im Jetzt zu sein, dann ändere
ich die Ebene und gelange ins Bewusstsein. Das Bewusstsein kennt keine
Vergangenheit oder Zukunft, es existiert nur im Jetzt. Wenn ich es schaffe, im
JETZT zu sein und mich im JETZT gesund zu fühlen, werden sich die Zellen meines
Körpers danach organisieren. Ich muss nichts tun – denn ich bin bereits im
Zustand der Gesundheit und der Freude darüber.

Ob
das einfach ist? Überhaupt nicht!!!! Wenn es so wäre, würde ich bereits
vollkommen scharf sehen. Aber so ist es leider nicht. Aber ich arbeite daran –
übe mich darin, im JETZT zu sein.



Was sind schon -3 Dioptrien ?

Selbstversuch Posted on 05 Sep, 2017 18:59:02

Nun
sitze ich da, mit meiner neuen Brille von -3 und -4 Dioptrien und schreibe
diesen Text. Bereits beim Optiker habe ich gemerkt, dass es im Augenblick
keinen grossen Unterschied macht, ob ich diese neue Brille trage oder keine –
denn der Unterschied ist praktisch null. Will heissen: meistens sehe ich den
Bildschirm noch nicht scharf. Mit meiner Logik würde dies bedeuten, dass eine
Sehkorrektur von 3 und 4 Dioptrien praktisch keine ist und man genauso gut ohne
Brille herum laufen könnte. Aber da werden mir wohl alle Menschen
widersprechen, die eine solche oder ähnliche Korrektur haben. Richtig?

Es
ist tatsächlich so, dass ich mit dieser neuen Brille noch nicht gross unterwegs
bin. Denn wenn ich eine Brille trage, muss ich auch was sehen (z.B. beim
Autofahren). Also werde ich mich hier langsam herantasten (im wahrsten Sinne
des Wortes LOL).

Aber
zumindest beim Billard habe ich gemerkt, dass diese Brille besser ist als
keine: es ist viel weniger anstrengend zu spielen, obwohl ich damit genauso
wenig scharf sehe. Aber dennoch sehe ich besser. Und meine Augen sind danach
weniger müde. Leider hat die Brille keinen Einfluss auf die Qualität meines
Billardspiels…. das liegt dann wohl nicht an den Augen, sondern an der
Technik und der Konzentration. Aber das ist eine andere Baustelle, die ich zu
einer anderen Zeit anpacken werde.

Mit
der inneren Haltung, dem Lächeln und den Übungen bin ich zur Zeit ganz gut
unterwegs. Die Augenübungen mache ich nach wie vor fast täglich, die
Gelenksübungen 5/7 und das Lächeln erhellt jeden Tag mein Gesicht, zwar nicht
die ganze Zeit, aber immer wieder, wenn ich daran denke. Denn das ist der
Schlüssel zur Gesundheit, wie ich in der Zwischenzeit mit absoluter Sicherheit
weiss.

Prognose
für die Zukunft wage ich noch keine zu machen. Aber ich bin überzeugt: ich
werde es schaffen !



Durchhalten…

Selbstversuch Posted on 29 Aug, 2017 10:02:54

Es
geht nicht so schnell, wie ich gerne hätte – oder mir ursprünglich vorgestellt
hatte. Aber es geht vorwärts. Ich hatte eine richtig gute Woche, und ich bin
sehr zufrieden mit mir. Natürlich ist meine Sehschärfe nach wie vor sehr
instabil, aber immer häufiger habe ich “scharfe Momente”.

Endlich
spüre ich auch diese “innere Gewissheit”, dass ich es schaffen werde.
Und endlich verstehe ich auch dieses ganze Zeugs von wegen “innerer
Haltung”…. die Übungen mache ich selbstverständlich nach wie vor bzw.
wieder, aber sie sind tatsächlich nur Zugemüse. Die wahre Verbesserung der
Sehkraft folgt der Verbesserung der Einstellung zu mir selbst. Wenn ich mich
jeden Tag ein bisschen mehr akzeptiere und liebe, nimmt eine Sehkraft auch
jeden Tag ein bisschen zu. So einfach ist das.

Gestern
war ich noch beim Optiker (bei einem, der mich nicht kennt) und habe eine
“weitere” Übergangsbrille bestellt. Am liebsten würde ich ja die
ganze Zeit ohne Brille unterwegs sein, aber das ist leider noch nicht in allen
Situationen möglich. Autofahren zum Beispiel: da geht die Verkehrssicherheit vor.
Also lege ich mir jetzt eine 3. Brille zu (mit -3 und -4 Dioptrien) in der Hoffnung,
dass ich schon bald keine davon je wieder benötigen werde ;-).

Ich
wurde auch darauf angesprochen, dass es etwas irritierend ist, wenn ich meinem
Gegenüber nicht direkt in die Augen schaue. Dafür entschuldige ich mich – aber
solange ich die Augen meines Gegenübers noch nicht klar sehe, ist der Austausch
über den Augenkontakt etwas schwierig. Natürlich bin ich da und schaue euch an,
aber vermutlich ist es für euch manchmal so, als ob eine Blinde euch anschauen
würde. Also an alle, die mich kennen und mich in dieser Projektphase begleiten:
habt etwas Geduld mit mir !



Dran bleiben…

Selbstversuch Posted on 22 Aug, 2017 16:31:31


ist die Devise. Denn ich sehe tatsächlich etwas besser. Wie viel, weiss ich
nicht. Will es auch nicht wissen. Denn messen kann man das ja nur beim Optiker
oder Augenarzt. Und mit grosser Wahrscheinlichkeit würde ich da zu hören
bekommen, dass es nicht möglich ist, die Sehschärfe einfach so wieder
hinzukriegen. Will ich das hören? Nein. Definitiv nicht! Ich habe so schon
genug zu kämpfen. Und jedes negative Wort zu diesem Projekt hat einen Einfluss
auf mich – ob ich das nun will oder nicht. Daher umgebe ich mich lieber mit
Menschen, die mich in diesem Projekt unterstützen, mich ermuntern und
unterstützen.

Gerade
kann ich sogar die Buchstaben auf meiner Tastatur und die Worte auf dem
Bildschirm sehen – und das ohne Brille!!! Ist das nicht toll? Na ja, nicht immer
und nicht alles – aber ICH SEHE! Was
für ein tolles Gefühl! Das wird mir bei meinem Projekt weiter helfen, denn je
mehr ich ohne Brille rumlaufe, desto schneller können sich meine Augen ans
Scharf-Sehen ohne Brille gewöhnen. Also versuche ich mittlerweile, ohne Brille
durch den Alltag zu kommen. Natürlich gibt es immer wieder Situation, wo es
einfach noch nicht ohne Brille geht: zum Beispiel Autofahren. Hier ist die
Verkehrssicherheit wichtiger. Aber auch diese Hürde werde ich noch schaffen….
hoffentlich schon bald.



Der innere Schweinehund…

Selbstversuch Posted on 08 Aug, 2017 14:11:07

Der innere Schweinehund hat
zugeschlagen… und zwar in voller Härte!!!

Dabei war ich doch so gut unterwegs mit den Übungen am Morgen und hatte die 21
Tage, um eine neue Verknüpfung im Gehirn anzulegen, bereits hinter mich
gebracht. Ich war so stolz auf mich !! Es hätte nur noch etwa zwei weitere
Monate gebraucht, um dieses Morgenritual neuronal fest zu verankern… Aber
seit etwa zwei Wochen geht nichts mehr am Morgen: der Wecker fühlt sich an, als
würde er mitten in der Nacht losgehen…
dabei ist es jeweils bereits 6 oder 7 Uhr. Aber bei meiner aktuellen
Traum-Intensität ist an ein Aufstehen nicht zu denken. Unmöglich. Sagt mein innerer Schweinehund.

Und
dennoch nehme ich mir – jeden Tag auf’s Neue – vor, mich dann MORGEN trotz
Müdigkeit und Kopfschmerzen aus dem Bett zu rappeln. Geklappt hat es bisher
nicht. Und der innere Schweinehund lacht
sich ins Fäustchen. Oder wohl eher in die Faust.
Mir war nicht bewusst,
dass mein innerer Schweinehund so viel Macht über mich hat. Oder besser
ausgedrückt: dass ich im Grunde genommen auch stinkfaul bin…

Wie
dem auch sei: ich nehme jetzt einen neuen Anlauf (habe heute Morgen sogar
wieder die Übungen gemacht). Vollmond sei Dank – ich war gestern Nacht im Wald
und habe alles verbrannt, was ich loslassen will – auch meinen inneren
Schweinehund! Ich hoffe, der kehrt nun nicht mehr zurück.

Jetzt noch ein Lächeln aufsetzen
und das Ganze wieder von vorn beginnen (aber mit einer leicht besseren
Sehkraft).



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