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Eselsweisheiten umgesetzt

Eselsweisheiten umgesetzt

Nach dem Buch
"Eselsweisheit, Der Schlüssel zum Durchblick oder wie Sie Ihre Brille loswerden" von Mirsakarim Norberkov.
Hier beschreibe ich, wie ich mittels der Übungen und inneren Haltung meine Sehschärfe bis Ende September wieder herstelle.

Sehen aber nicht erkennen

Selbstversuch Posted on 30 Apr, 2018 14:30:56

Ich
habe in den letzten Tagen etwas ganz Interessantes festgestellt:
Wenn ich
nachts mit der Brille mit -7/-5.5 unterwegs bin, sehe ich mittlerweile alles
scharf – ausser wenn ich versuche, etwas zu lesen. Das heisst, sehen tue ich es
zwar, sogar scharf, aber mein Gehirn erkennt nicht, was da steht… das fühlt
sich ganz schön schräg an.

Gerade
deswegen mache ich mir einmal mehr Gedanken darüber, inwieweit das Sehen mit
den Augen zusammen hängt und inwiefern der Sehvorgang vom Gehirn bzw. von den
vorhandenen (oder eben nicht-vorhandenen) neuronalen Strukturen beeinflusst
wird. Antwort kann ich darauf leider (noch) keine geben, obwohl ich vermute, es
hängt vielmehr von den Gehirnstrukturen als von den Augen ab.

Wie
dem auch sei: es geht weiter vorwärts, in Minischritten….

Aber
wenn jemand fragt, ob ein Augenarzt meine neue Sehschärfte überprüft bzw.
gemessen hat, merke ich, wie unsicher ich diesbezüglich bin – oder besser
gesagt wie anfällig ich immer noch auf Sätze wie “das ist gar nicht
möglich” bin. Daher vermeide ich einen solchen Sehtest bis auf weiteres.
Erst wenn ich wieder richtig gut sehe und über eine gewisse Zeit stabil bin,
werde ich dies von einem Optiker bestätigen lassen….

Und
als Tüpfelchen auf dem i kann ich dann meinen Führerausweis wieder ändern
lassen ;-)…. man braucht ja schliesslich ein ZIEL !!!



Ablenkungen, wohin das Auge reicht….

Selbstversuch Posted on 28 Mar, 2018 12:40:45

Geht
es dir manchmal auch so? Du nimmst dir fest vor, an etwas dran zu bleiben, dich
auf etwas zu konzentrieren, bis es erledigt ist? Du bist fest entschlossen,
dich nicht mehr von den 1000 anderen kleinen Dingen ablenken? … Und dann
merkst du auf einmal, dass genau das soeben wieder passiert ist? Nun denn, willkommen
im Club!

Diese
Zeilen beschreiben meine aktuelle “Beziehung” zu meinem Augenprojekt.
Ich werde immer wieder davon abgelenkt (oder lenke mich davon ab), denn es ist
ziemlich anstrengend – zumindest für mich – so lange diszipliniert an einem
Projekt zu bleiben. Nicht, dass ich aufgegeben hätte – keineswegs. Denn die
Verbesserung meiner Sehkraft spricht für sich….. aber ich weiss auch, dass
ich schon viel weiter sein könnte, wenn ich mich an die Spielregeln gehalten
hätte:

Lächeln
(bis das Lächeln zu einem Teil des
Alltagsgesichts wird)

Körperhaltung
(nein, nicht entspannt oder
locker, sondern gerade und aufrecht – mit Haltung eben!)

Augenübungen
(die waren doch schon so gut
integriert mit dem ersten Kaffee am Morgen…. und dann hat plötzlich mein
innerer Schweinehund die Kontrolle wieder übernommen!)

Gelenkübungen
(die gehören im Augenblick in
die Rubrik “gute Vorsätze”)

Innere Einstellung – gut zu mir selbst sein

Tja, und wenn ich gut zu mir selbst bin, dann bin
ich auch nicht wütend auf mich, weil ich meine Disziplin verloren habe…. Teufelskreis,
nicht?

Aber ich bleib dran…. versprochen !!!



Bleib dran…

Selbstversuch Posted on 09 Mar, 2018 13:59:06

Ich
lese gerade ein Buch: “Bleib dran, wenn dir etwas wichtig ist”. Dabei
habe ich gemerkt, dass mein Augenprojekt leicht in den Hintergrund abgerutscht
ist. Ich habe so viele Dinge und Projekte in meinem Kopf, dass es manchmal
schwierig ist, sich überhaupt auf etwas zu konzentrieren. Also werde ich meine Prioritäten wieder etwas umsortieren.

Nichtsdestotrotz
hatte ich ein Erfolgserlebnis:

Ich
besuchte meinen Bruder in Wengen und war zwei Tage Ski fahren. Natürlich nahm
ich beide Brillen mit (-3/-4 und -5.5/-7), da ich mir nicht zutraute, mit der
schwächsten meiner Brillen über die perfekten Skipisten zu rasen. Das Wetter
war grandios, was die Sicht natürlich extrem erleichterte. Ich setzte zuerst
die stärkere Brille auf, da ich mich ja schliesslich zurecht finden musste, bis
ich endlich die Ski anschnallen konnte. Dabei dachte ich mir: OK, versuchen
wir’s mal mit der schwächsten Brille – wenn ich nicht genug sehe, kann ich ja
immer noch wie ein Anfänger die Skipiste runter rutschen. Aber oh Wunder, ich
sah mehr als genug, um mein normales Tempo zu fahren. Einzig die schattigen Abschnitte
der Piste waren etwas herausfordernd, dort reduzierte sich die Sehschärfe
nämlich gleich um etwa die Hälfte. Davon liess ich mich jedoch nicht beirren.

Natürlich
sah ich nicht jederzeit alles scharf… und so kam es dass ich meinen Bruder
über meinen Gehörsinn wahrnehmen musste hahahahaha….. wir hatten vereinbart,
dass er bei Verzweigungen jeweils warten würde, damit wir uns nicht aus den
Augen verlieren. Einmal, als ich bei einer solchen Verzweigung ankam, dachte
ich mir: “Wo steckt er bloss? Der kann doch nicht einfach weiter gefahren
sein?”. Ich schaute mich um, sah jedoch niemanden. Plötzlich hörte ich
seine Stimme: “Hier bin ich!” und ich dachte bloss: “Wo
hier?”. Es stellte sich heraus, dass er mit seiner roten Skihose und
seiner Blauen Jacke genau vor einem roten Absperrnetz mit blauer Werbetafel
wartete – also ein Ding der Unmöglichkeit, ihn zu entdecken – zumindest für
mich ;-).

Was
mir jedoch an diesen zwei Tagen einmal mehr bewusst wurde, ist die Tatsache,
dass es in der Natur viel einfacher ist, scharf zu sehen als in der Stadt.
Vielleicht hat das damit zu tun, dass meine geistige Verkrampfung in einer
städtischen Umgebung, wo es überall Tafeln mit Buchstaben gibt, viel grösser
ist als in der Natur, wo es nichts zu lesen gibt?

Ich
bleibe dran…… denn es gibt immer wieder Fortschritte, auch wenn diese klein
sind und kaum bewusst wahrnehmbar. Aber eines Tages – schon bald – werde ich
ohne Brille scharf sehen.



Fokus

Selbstversuch Posted on 14 Feb, 2018 16:02:56

Meine
Augen machen nach wie vor, was sie wollen… will heissen, mal sehe ich scharf,
mal nicht. Mal trage ich die Brille mit Korrektur -5.5/-7, mal die Brille mit
-3/-4, mal keine, je nachdem, wie viel ich gerade sehen “muss”. So kann
ich Autofahren, am PC schreiben, etc. Gleichzeitig ist es frustrierend, immer wieder
auf die Brille mit -5.5/-7 zurückgreifen zu müssen. Aber gerade im
Strassenverkehr (vor allem nachts) wäre alles andere fahrlässig und gefährlich.

Gerade
bin ich um den Rotsee gelaufen und habe meine Gedanken schweifen lassen. Dabei
ist auch die Frage aufgetaucht: Wie viel oder wie scharf muss man eigentlich
sehen? Was bedeutet “ich sehe gut”? Im Grunde genommen sehe ich ja
alles, bloss nicht scharf. Kann es tatsächlich sein, dass meine Sehkraft
definiert wird durch Buchstaben?

Einmal
mehr habe ich auch über den Fokus nachgedacht. Ich habe schon mal darüber geschrieben…
aber jetzt sind neue Fragen aufgetaucht. Wenn ich mich fokussiere, was
trainiere ich dann? Trainiere ich meine Augen – oder die Synapsen in meinem
Gehirn? Kann ich die überhaupt trainieren? Was bedeutet Aussagen wie “die Augen sind der sichtbare Bereich des Gehirns” oder “die Sehkraft ist
keine Frage der Augen sondern des Gehirns”? Fragen über Fragen….

Aber
zurück zum Fokus: Wo ist er? Wo hast DU gerade deinen Fokus? Beim Lesen meines
Blogs? Oder machst du das nur nebenbei? Wir haben ja gleichzeitig eine innere
und eine äussere Welt, mit der wir uns auseinander setzen müssen. Das ist ganz schön viel Arbeit!! In der
inneren Welt
sehen wir alle Bilder scharf. Aber wenn wir nicht nach innen
fokussiert sind, nehmen wir auch unsere Gefühle und unseren Körper nicht oder
nur teilweise wahr. Und wie sieht es aus mit der äusseren Welt? Können wir überhaupt
scharf sehen, wenn nicht unser ganzer Fokus aufs Sehen gerichtet ist? Wenn wir
gleichzeitig noch Musik hören, nachdenken und Autofahren? Was passiert in
unserem Gehirn?

Versuch einmal, nichts anderes zu tun als zu sehen… nichts anderes zu tun als zu sehen… schwierig, gell?! Wann
fokussieren wir zu hundert Prozent? Können wir das überhaupt? Wenn ja, wie? Und was bringt es uns?

Ich
lese gerade ein Buch: “Das überforderte Gehirn – mit Steinzeitwerkzeug in der Hightech-Welt. Vielleicht finden sich da neue Erkenntnisse? Falls ja, werde ich diese gerne hier mit euch teilen.



Neues Jahr – neuer Anlauf

Selbstversuch Posted on 29 Jan, 2018 14:37:26

Der
erste Monat des Jahres ist bereits wieder vorbei – zumindest fast. So wenig wie
ich Blogbeiträge geschrieben habe, so wenig habe ich bisher die täglichen
Gelenkübungen gemacht. Vielleicht fragt ihr euch gerade, ob das eine negative
Auswirkung hat? Definitiv ja. Aber nicht auf meine Sehkraft, sondern vielmehr
auf meinen Körper. Nach diesem doch sehr faulen Monat muss ich gestehen, dass mein
Körper wieder so steif und verkrampft anfühlt wie früher und dass meine Nackenschmerzen
zurück gekehrt sind. Und das ist nun definitiv ein Grund, wieder mit den Übungen
zu beginnen!

Glücklicherweise
hat diese Faulheit aber keine negative Auswirkung auf meine Sehkraft gehabt.
Die ist noch immer in etwa gleich, manchmal besser, manchmal schlechter.
Obwohl ich glaube, irgendwie wird alles g a n z l a n g s a m stets
ein bisschen besser. Aber das ist schwer einzuschätzen. Wenn man nicht scharf sieht,
sieht man nicht scharf. Ende der Geschichte.

Ein
messbares Resultat könnte nur ein
Sehtest liefern, aber für einen solchen bin ich im Augenblick noch nicht
bereit. Was, wenn der Optiker sagen würde, eine solche Verbesserung der
Sehkraft sei gar nicht möglich? Was würde das mit mir machen? Würde ich sofort
zurück fallen in meine ursprüngliche Sehschwäche von -9.25 und -7.5, oder
könnte ich diesen Satz unbeeindruckt an mir vorbei ziehen lassen? Ich bin mir
nicht sicher… und genau deswegen mache ich zur Zeit keinen Sehtest.

Aber
irgendwann – hoffentlich noch dieses Jahr – wird der kommen….



Fazit nach sechs Monaten…

Selbstversuch Posted on 23 Dec, 2017 18:32:13

Die
Frage, die euch beschäftigt, lautet vermutlich: “Und, sieht sie scharf?”

Die
Antwort lautet: “Leider nein”.

Ich
bin zwar im Juni diesen Jahres sehr optimistisch in dieses Augenprojekt gestartet
und war überzeugt, dass ich bis Ende Jahr scharf sehen würde. Nur muss ich zu
meiner Schande gestehen, dass meine innere Haltung mehr als einmal zu wünschen
übrig gelassen hat. Es ist eine Riesen-Herausforderung, nach über 30 Jahren im “mehr
oder weniger negativen und selbst-abwertenden” Autopiloten plötzlich seine
Einstellung zu sich selbst um 100% zu verbessern.

Aber
im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden: mit der positiven Veränderung meiner
Einstellung zu mir selbst und mit dem Resultat meines Augenprojekts. Und eines
ist sicher: ich werde 2018 weiter machen und so lange dran bleiben, bis ich
scharf sehe.

Ich
wünsche euch ein frohes Weihnachtsfest und einen super-tollen Start ins 2018 !



Veränderungen kommen sehr subtil…

Selbstversuch Posted on 12 Dec, 2017 10:08:30

Diejenigen,
die mich kennen, wissen, dass der Morgen so gar nicht meine Jahreszeit ist.
Umso schöner ist es, bereits in den “frühen” Morgenstunden ein
positives Erlebnis zu haben:

Da
sitze ich einmal mehr ziemlich müde an unserer Bar und nippe an einem Espresso,
um die Geister der Nacht zu vertreiben. Wie üblich mache ich währenddessen schön
brav meine Augenübungen, damit die Augenmuskeln geschmeidig werden und
mich dabei unterstützen, eines Tages (hoffentlich schon bald) wieder scharf zu sehen. Wie immer schaue
ich dabei zwischendurch auf die Zeitanzeige an unserem Backofen, der mich von ein
paar Metern Entfernung angrinst. Na ja, meist ist es ein verschwommenes
Leuchten, das ich nicht identifizieren kann. Aber oh Wunder: ich kann
tatsächlich die Uhrzeit lesen: 8.19 Uhr. Leider hielt das Wunder nicht an und war nach ein paar Sekunden verschwunden, aber ICH KONNTE TATSÄCHLICH zum ersten Mal ohne Brille die Uhrzeit am Backofen lesen !!!

Ihr
denkt jetzt vielleicht: “Um 8.19 Uhr möchte ich auch noch zu Hause beim
Kaffee sitzen können”. Ja, da habt ihr Recht: das ist Luxus. Diesen Luxus
habe ich mir 2017 geleistet. Gleichzeitig mit dem Aufbau meiner Selbständigkeit
habe ich mir erlaubt, nebst meiner Weiterbildung zum psychosomatischen Gesundheitscoach viel Zeit
für mich zu nehmen. Es war ein wunderbares Jahr mit viel Zeit für Reflektion, Erkenntnisse und persönliche Weiterentwicklung. Doch alles geht einmal zu Ende, und so habe ich bereits eine
Menge Pläne für nächstes Jahr.

Selbstverständlich
geht auch meine Augenprojekt weiter, denn leider sehe ich noch immer nicht
scharf, obwohl dies eigentlich längst der Fall sein sollte. Aber wie es so
schön heisst: Übung macht den Meister.



Wasser zu Wein … bzw. Zyankali zu Honig

Selbstversuch Posted on 22 Nov, 2017 12:16:01

Es
ist beinahe ein Monat vergangen, seit ich das letzte Mal etwas geschrieben
habe. Das schlechte Gewissen plagt mich schon ein bisschen, aber der innere
Schweinehund war in den letzten Wochen einfach stärker. Ich schlief schlecht,
konnte mich kaum aufraffen, die Übungen zu machen, und Lächeln war eine
ziemlich anstrengende Angelegenheit.

Man
könnte meinen, dass nach einem Monat Nichtstun “alles auf Anfang
ist”, aber zum Glück ist das nicht so. Meine Augen haben sich weiter
verbessert, auch wenn es Tage gibt, wo ich daran zweifle. Aber es dauert halt
einfach seine Zeit, inneres Zyankali in Honig zu verwandeln.

Wie
Norbekov in seinem Buch beschreibt:
Es
macht keinen Unterschied, ob wir 9 Löffel Zyankali mit 1 Löffel Honig mischen
oder 9 Löffel Honig mit 1 Löffel Zyankali. Tödlich ist es alleweil. Genau so
ist es mit der inneren Haltung oder dem Charakter. Wenn wir 90% positiv über
uns denken und 10% negativ, dann entspricht das 9 Löffel Honig mit 1 Löffel
Zyankali.

Ich
bin froh, dass diese Metapher nicht 1:1 übertragen werden kann, denn sonst wäre
ich wohl bereits tot. Das heisst aber nicht, dass ich in den vergangenen Wochen
nichts für meine Gesundheit bzw. Sehschärfe getan habe. Denn ich habe an
diversen Prägungen gearbeitet, so z.B. meiner lähmenden Angst, meinem Perfektionismus
und meiner Angst vor Nähe. Einiges davon konnte ich endgültig loslassen und somit
mein Verhältnis zwischen Zyankali und Honig weiter verbessern. Auch wenn ich
noch nicht 100% Honig in mir trage, lässt sich das Resultat im wahrsten Sinne des Wortes sehen, denn gerade
schreibe ich ohne Brille.

Ob
ich den Text scharf sehe?
Nein,
aber das kommt noch – wenn auch später als erwartet oder erhofft.



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